Kompromisse gibt es keine

SZ / BZ

Erschienen am Freitag, 17. Oktober 2014

Anlass: Death´n´Thrash Meeting

Von unserem Mitarbeiter Matthias Staber

Ordentlich Besucher in den Sindelfinger Kulturpavillon gezogen hat das zweite „Death‘n‘Trash-Meeting“ mit den Bands Southern Trendkill, Project Helix und Kava Conspiracy, das Mario Aviani für die Interessengemeinschaft (IG) Kultur organisiert hat. Damit scheint die Idee aufzugehen, das Zielpublikum der IG Kultur mit externen Ideengebern zu erweitern.

War die Besucherzahl beim ersten Heavy-Metal-Konzert der Reihe „Death‘n‘Trash-Meeting“ im Oktober 2013 noch überschaubar, präsentiert sich der Sindelfinger Kulturpavillon am Calwer Bogen beim zweiten Treffen von drei Heavy-Metal-Bands, die Mario Aviani für die IG Kultur organisiert hat, mit ordentlich Besuchern gesegnet.

Und was besonders wichtig ist für die Grundidee, die hinter Veranstaltungen wie dem „Death‘n‘Trash-Meeting“ steckt: Das Konzert zieht viele junge Besucher in den Pavillon. Soll doch die Zusammenarbeit mit externen Ideengebern dafür sorgen, dass sich der Sindelfinger Pavillon wieder für ein jüngeres Publikum als Veranstaltungsort ins Bewusstsein rückt.

„Ich möchte vor allem regionale und lokale Bands präsentieren“, erläutert Mario Aviani seine Motivation bei der Auswahl der Bands, dem außerdem eine Zusammenstellung von Subgenres wichtig ist, die einander sinnvoll ergänzen und möglichst vielfältig rüberkommt.

Mit Mitgliedern aus Böblingen und Stuttgart präsentiert sich die Band Project Helix, die den zweiten Teil des Death‘n‘Trash Meetings bestreitet. Die Band hat sich dem Subgenre Death-Metal verschrieben, und entsprechend brachial kommt ihr Sound daher. Der Klang der Gitarren steht wie eine unnachgiebige Bretterwand im Saal, Gesang und und röhrende Presslaute wechseln einander ab, und das kompromisslose Schlagzeug bohrt sich in den Magen. Damit präsentieren sich Project Helix am härteren Ende der Heavy-Metal-Skala: Kompromisse gibt es hier keine.

Die Brücke zwischen amerikanischem Südstaaten-Rock und Heavy-Metal schlägt der Southern-Metal, mit dem Southern Trendkill aus Calw den Auftakt des zweiten „Death‘n‘Trash-Meetings“ bestreiten. Deutlich melodiöser, im Rhythmus gefälliger und mit eher mittlerem Härtegrad kommt diese Musik daher: Dass Mario Aviani seinen Heavy-Metal abwechslungsreich mag, beweist er durch die Präsentation von Southern Trendkill und Project Helix am selben Abend. Dem Konzept des Meetings tut diese Vielfältigkeit gut. Dem Genre Progressive Metal und damit recht komplexen Soundstrukturen haben sich Kava Conspiracy aus Esslingen und Stuttgart verschrieben.

Aus Böblingen und Stuttgart stammen die Musiker der Band Project Helix, die im Kulturpavillon ein Podium fand. Bild: z

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