IG-Kultur-Vorstand wieder komplett - Skepsis gegenüber Domo Novo

KREISZEITUNG Böblinger Bote

Erschienen am Freitag, 2. Mai 2014

Anlass: Mitgliederversammlung

SINDELFINGEN (krü). Der Vorstand der Interessengemeinschaft (IG) Kultur ist wieder komplett. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ist zuletzt nicht nur der vakante Posten des stellvertretenden Vorsitzenden wiederbesetzt worden, sondern es kamen auch noch zwei weitere Besitzer hinzu.

Der neue Stellvertreter des Vorsitzenden Ingo Liedtke ist ein in Sindelfinger Kulturkreisen überaus bekanntes Gesicht: Antonio Bras. Der 48-Jährige war einst der Vorsitzende des Kulturprojekts Movida am Marktplatz, ist für seine Kunst- und Soundprojekte bekannt und zudem der IG Kultur seit vielen Jahren verbunden. "Nachdem klar war, dass es im Vorstand diese Lücke gibt, bin ich gerne bereit einzusteigen", sagte Bras bei der Versammlung. Als weitere Besitzer wurden Hilmar Kallweit aus Holzgerlingen und Ralf Müller-Roth aus Sindelfingen gewählt. Zum Vorstand gehören zudem Kassierer Albrecht Barth und die beiden Beisitzer Kai Venzlaff und Ralf Diemer. Die nächsten ordentlichen Wahlen stehen bereits in diesem Herbst an.

Ein weiteres großes Thema bei der Mitgliederversammlung war die Helfersituation - bei den zahlreichen Veranstaltungen hat der Verein hier einen beinahe chronischen Mangel. Deshalb steht das beliebte Sommerfest der IG Kultur auf der Kippe. Der Vorstand machte deutlich, dass dieses Fest nur stattfinden könne, wenn sich ein Extra-Orgateam finden würde.

Vorstandsmitglied Ralf Diemer stellte zudem ein Organisationssystem vor, das dazu führen soll, dass unter den Helfern besser kommuniziert werden kann und sie effizienter eingesetzt werden. Das betrifft nicht nur den Veranstaltungsbereich, sondern vor allem auch Arbeiten, die in den Programmpausen im Pavillon zu verrichten sind.

Schließlich ging es noch um das Domo Novo. Herbert Rödling, Mitinitiator des Domo-Kulturprojekts und IG-Kultur-Mitglied, stellte der Versammlung den Stand der Dinge noch einmal vor und betonte, dass sich die Verantwortlichen ein Domo Novo ohne Beteiligung der IG Kultur nicht vorstellen könnten. Vonseiten zahlreicher Mitglieder wurde bei der Versammlung aber deutliche Skepsis gegenüber dem Großprojekt in dem ehemaligen Einkaufszentrum geäußert. Was der Mehrwert für die IG Kultur im Vergleich zur jetzigen Situation sei, wurde gefragt. Zudem äußerten mehrere Anwesende Zweifel, ob sich die erforderlichen baulichen Veränderungen inklusive Lärmschutz tatsächlich umsetzen lassen würden. Letztlich beauftragte das Plenum den Vorstand, den weiteren Prozess genau zu verfolgen.

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